Posted on 2009.11.28 at 20:53
In einem anderen Leben, sagt Katie und leckt sich nervös mit der Zunge über die trockenen Lippen, in einem anderen Leben hätte ich dich vermutlich geliebt.
Sie hält die Luft an und will wegschauen, aber sie schafft es nicht, muss immer weiter in Angelinas Schokoladenaugen sehen.
Und in diesem Leben?, fragt Angelina und ein Lächeln zupft an ihren Mundwinkeln, es sieht schön aus, doch es sieht aus, als hätte sich das Lächeln noch nicht entschieden, ob es traurig-melancholisch wird oder fröhlich.
In diesem ... wiederholt Katie, in diesem Leben kann ich es nicht.
Und weil sie jung sind und diesen Moment miteinander haben, senkt Angelina den Kopf und küsst Katie, weil sie es eben gerade kann.
Sie schmecken beide nach Schokolade und nach Feuerwhiskey, der in der Kehle brennt, und sie schließen zwischen ihren Lippen all das ein, was ungesagt bleiben wird.
Posted on 2009.11.07 at 13:16
Sternenstimmung: better
Posner: I'm not sure I want it to pass.
But I want to get into Cambridge, sir. If I do, Dakin might love me.
Or I might stop caring.
Do you look at your life, sir?
Irwin: I thought everyone did.
Posted on 2009.08.26 at 19:22
Sternenkoordinate: kitchen
Sternenstimmung:
content
Ich stelle fest:
Wenn ich Bücher nicht mehr lesen MUSS (weil ich sie für Unikram brauche; weil ich sie brauche, um herauszufinden, was welche perfide Krankheit mit unserer Zeitwahrnehmung wann wie anstellt; weil ich darüber abgefragt werde undundund), sondern sie lesen *muss* (weil sie toll sind; weil sie so spannend sind, dass ich sie kaum aus der Hand legen kann; weil sie so herrlich komisch sind, dass ich in öffentlichen Verkehrsmitteln und im heimischen Wohnzimmer laut lospruste und mir viele, verwirrte Blicke einhandele undundund), dann macht das erstens mehr Spaß und geht zweitens wesentlich schneller.
Konkret bedeutet das, dass ich mich am Freitag in den Zug gesetzt habe, um meinen Heimaturlaub zu beginnen. "Cliffhanger" habe ich am Donnerstag noch fertig gelesen. "First Among Sequels" habe ich am Freitag im Zug direkt angefangen und längst ausgelesen. Ich weiß nun, warum ich es im Februar noch nicht begonnen hatte: es gibt bisher keine Fortsetzung. Noch nicht. Das heißt, momentan habe ich alles gelesen (verschlungen), was Jasper Fforde so veröffentlicht hat. Nun muss ich warten, bis das nächste Buch erscheint. Das ist grausam. Folter. Zehrt an den Nerven. Nur gut also, dass ich (voraussichtlich) nur die Zeit Ende August 2009 bis Dezember 2009/Anfang 2010 überbrücken muss statt Februar 2009 bis Dezember 2009. Kurz gesagt: "First Among Sequels" war großartig. Umwerfend. Brilliant. Jasper Fforde und sein herrlicher Humor hat mich wieder einmal nicht enttäuscht, sondern überrascht mit unendlich klugem Wortwitz und ungeheuer schrägen, aber sehr ausgeführten, ausgeklügelten Einfällen. Wunderbar. Bitte mehrmehrmehr! "Die Kolonie" ist seit vorhin ebenfalls ausgelesen. Nun habe ich noch "Der Meister und Margarita" im Handgepäck, dann wird es kritisch. Neuer Lesestoff muss her.
Außerdem: ich war spazieren und hab dicke, reife, sonnengewärmte Brombeeren gepflückt, die herrlich süß und saftig waren. Ich hab Bussarde beobachtet und eine Blindschleiche und die Sonne, die durchs Tal wanderte und die Hügel beleuchtete, bis sie hellgrün waren.
Life is pretty damn great.
Posted on 2009.08.19 at 11:12
Sternenkoordinate: desk
Sternenstimmung:
cheerful
Sternenmusik: nothing
Jetzt, wo ich freifreifrei (Hausarbeitenfrei, that is) bin, kann ich mich endlich wieder Literatur zuwenden, die ich einfach nur lesen und verschlingen kann, um mein Vergnügen an ihr zu haben. Hier ist sie nun also, meine vorläufige Lektüreliste:
T.J. Middleton: Cliffhanger (gerade mitten im Lesen. Herrlich. Rabenschwarz, humorvoll und trotzdem ein Krimi. Genial.)
Michail Bulgakow: Der Meister und Margarita (für zu Hause, auf dem Balkon)
Chuck Palahniuk: Die Kolonie (ebenfalls für zu Hause)
Jasper Fforde: First among sequels (auch für zu Hause. Schlimm, ich hab das Buch im Februar gekauft und ich bin rettungslos verknallt in die Thursday-Next-Reihe, aber ich hatte bis jetzt noch keine Zeit, mich dem Buch in aller Ruhe zu widmen ... This is what uni does to you.)
Wird mit großer Wahrscheinlichkeit bei Bedarf verlängert.
Posted on 2009.08.09 at 12:48
Sternenkoordinate: kitchen
Sternenstimmung:
crappy
Wie sagt Meredith so schön in Grey's Anatomy?
"I kissed Derek in the elevator. I was having a bad day."
Nun.
I'm having a bad day, too.
Könnte also bitte wer kommen und mich küssen? Danke.
(Ich würde sogar auf den Aufzug verzichten. Ehrlich. Meine Küche reicht.)
Posted on 2009.08.06 at 11:28
Sternenkoordinate: desk
Sternenstimmung:
happy
Das nennt man wohl "streberhaft". Mein neues Vorlesungsverzeichnis für's kommende Semester ist online und ich hab mich wie irre gefreut. Ich war seit Wochen genervt davon, dass es hieß, dass das Ding erst Anfang September online gestellt wird. Und jetzt ist es da! Juhu! Ich hab natürlich sofort alles stehen und liegen lassen, um ausführlichst zu lesen und mir gleich aufzuschreiben, was ich belegen will und was nicht. Ich freu mich so! Es klingt so damn cool, was ich machen will.
(Aber ja: erstmal Ferien machen. Das wird auch schön.)
Posted on 2009.07.14 at 21:10
Sternenkoordinate: desk
Sternenstimmung:
amused
Sternenmusik: forever yours - sunrise avenue
Von gestern, allerdings. Und nicht von mir ausgesprochen.
"Glitzer ist eine Einstellung!"
Posted on 2009.07.08 at 09:41
Sternenkoordinate: desk
Sternenstimmung:
amused
Sternenmusik: Hildegard Knef - Von nun an gings bergab
Seit gestern Nachmittag bin ich also frei und habe meine einzige Klausur für dieses Semester geschrieben. Englisch, Linguistik. War okay, denke ich. Ich war unheimlich schnell fertig. Manche Fragen fand ich supereinfach, bei anderen dachte ich mir nur "Wie bitte ...?!". Aber egal, denn es ist vorbei.
(Achtung: was sich so wunderbar anhört, hat auch Nachteile. Ich habe nun keine Ausrede mehr, um mich nicht um meine zwei Hausarbeiten zu kümmern. Oder darum, meine Wohnung zu putzen. Sollte ich nämlich tun. Beides.)
Ich war noch kurz ein letztes Mal in der Übung, um mir das Protokoll meiner Präsentation anzusehen und meiner Dozentin wenigstens Tschüss zu sagen. (Ich glaube, sie mochte mich. Sie sagte "I will never ever forget you!" - ich: "And is that a positive thing?" - sie: "A VERY positive one.")
Danach bin ich jedenfalls einkaufen gegangen. Weil ich das schon seit ... der neunten Klasse oder so mache. Prüfung geschrieben/letzten Schultag gehabt - Buch/Bücher gekauft. Ich brauche das. Ich muss mich auch belohnen!
Eines der Bücher ("The Good Plain Cook" von Bethan Roberts) habe ich dann über einer Tasse heiße Schokolade und einer Tasse Tee gleich angefangen zu lesen - und hätte an mehreren Stellen sehr gerne sehr laut gelacht.
Kostprobe?
Gerne.
"Your daddy's done wonders", Ellen continued. "He's really transformed the place. It's our country idyll, isn't it, Geenie? He's very clever with his hands."
"I know", Diana said, but still she didn't look round. For some reason, she reminded Ellen of Josephine Baker: perhaps it was those smooth cheeks and lively eyes. She could see Diana easily controlling a pair of cheetahs whilst dancing an exotic number.
"My mother says houses are his forte", added Diana.
"And writing, darling, your daddy's a very clever writer, isn't he?"
"But houses are his forte", Diana insisted.
"What's forte?", asked Geenie.
"It's like a special talent, darling, like you and dressing up."
"Or drawing", said Geenie. "That's my forte, isn't it, Ellen?"
She looked up then, hopefully, and Ellen conceded, "That too."
"My mother's forte is dancing", said Diana, "What's yours?"
"Mine?" Ellen asked. The may blossom flashed past as she bit her lip. She couldn't very well say sex. 'My forte is fucking your daddy.' (Im Original kursiv!)
"I should say it's helping people. Making them happy and comfortable."
(Betham Roberts, "The Good Plain Cook", S. 68f.)
Ehrlich, ich saß im Starbuck's und musste lachen. Ich fand das so herrlich, wie Ellen mit zwei Elfjährigen im Auto sitzt und die sie eigentlich komplett überfordern. Und ich fand es phantastisch, wie sie ihre Stärke (Sex) zu "Anderen helfen" umwandelt. Hübsch formuliert, doch.
So. Und nun? Zeit für meine letzte Tasse Kaffee heute Morgen, bevor ich mich zur Uni aufmache. Mit dem Buch in der Tasche, natürlich. Man weiß ja nie, wann man Zeit hat zum Lesen. Und ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Posted on 2009.07.05 at 18:58
Sternenkoordinate: sadly home again. not at the beach.
Sternenstimmung:
happy
Sternenmusik: nothing
Gerade war ich duschen und hab mir die Sommersonne aus den Haaren und den See vom Körper gespült.
War das schön. Schwimmen gehen, die Luft anhalten und die Augen öffnen, wenn man unter Wasser ist, die Sonnenstrahlen betrachten, die durch das Wasser fallen, atemlos sein wegen so viel Schönheit und so viel Klarheit.
Ich war, vor heute, ewig nicht mehr schwimmen. Unglaublich, eigentlich, weil es mein Lieblingssport ist, weil ich mich wohlfühle im Wasser.
Eis essen und fettige Kartoffelecken mit Ketchup und Quark. Tee, der immer wärmer wird, aus der Flasche trinken. Sich suhlen auf Tüchern, die die Nässe des Bikinis annehmen, und die nackten Zehen im heißen Sand vergraben.
Jung sein und das Leben genießen.
(Statt Englisch lernen.)
So muss es sein.
Und so war es heute.
Ach, was ist das Leben schön!
Posted on 2009.06.12 at 13:58
Sternenstimmung:
amused
"Und, natürlich: was ist besser als eine nackte, sich räkelnde Frau?" - "Zwei!"